Edelstahl-Spannsätze kommen dort zum Einsatz, wo Korrosionsschutz, Reinigbarkeit oder Medienbeständigkeit wichtiger sind als eine reine Standardausführung aus Vergütungsstahl.
Typische Einsatzgebiete sind die Lebensmittelindustrie, feuchte Umgebungen, Außenanwendungen oder Maschinenbereiche mit häufigen Reinigungszyklen.
Bei Edelstahl-Spannsätzen ist die Werkstoffwahl ein technischer Kompromiss aus Festigkeit, Reibverhalten, Korrosionsbeständigkeit und Bearbeitbarkeit. Für Standard-Edelstahl-Spannsätze werden häufig martensitische Edelstähle eingesetzt, wenn hohe Festigkeit gefordert ist.
Wenn eine deutlich höhere Korrosionsbeständigkeit erforderlich ist, etwa durch Reinigungschemie oder chloridhaltige Umgebungen, kommen austenitische Werkstoffe infrage. Dabei muss jedoch geprüft werden, ob die mechanischen Kennwerte für den Lastfall ausreichen.
Im Vergleich zu Standardausführungen können Edelstahl-Spannsätze abweichende Reibwerte, Festigkeiten und Schraubenkennwerte aufweisen. Dadurch ändern sich je nach Bauart auch übertragbare Drehmomente und erforderliche Montageparameter.
Wenn Sie einen Edelstahl-Spannsatz auslegen, sollten Sie neben dem Wellendurchmesser vor allem die Umgebungsbedingungen und den benötigten Korrosionsschutz klar definieren. So lässt sich schneller entscheiden, ob eine Standard-Edelstahlausführung reicht oder eine kundenspezifische Lösung sinnvoller ist.
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