Jeder Spannsatz erzeugt über seine Kegelflächen eine radiale Pressung auf Welle und Nabe. Diese Nabenpressung muss vom Werkstoff und von der Wandstärke der Nabe sicher aufgenommen werden.
Für die Konstruktion bedeutet das: Nicht nur der Wellendurchmesser ist relevant, sondern auch der verfügbare Außendurchmesser der Nabe, der Werkstoff und der konkrete Einbaufall.
Die Flächenpressung auf die Nabe hängt im Wesentlichen von der Bauart des Spannsatzes, dem Anzugsmoment der Schrauben und den geometrischen Randbedingungen ab. Besonders wichtig sind der Innen- und Außendurchmesser der Nabe, die zulässige Streckgrenze des Werkstoffs sowie die freie Nabenbreite im Bereich des Spannsatzes.
Gerade bei Aluminium, Edelstahl oder dünnwandigen Naben ist eine sorgfältige Beurteilung besonders wichtig.
Wenn die Nabenpressung zu hoch wird, gibt es mehrere Stellgrößen. Die erste ist ein größerer Außendurchmesser der Nabe. Falls dies bauraumseitig nicht möglich ist, kann eine andere Spannsatz-Bauart mit günstigerer Druckverteilung sinnvoll sein.
Eine weitere Möglichkeit ist die kontrollierte Reduzierung des Schraubenanzugsmoments. Da Übertragungswerte und Pressung in diesem Bereich im Allgemeinen näherungsweise linear zusammenhängen, kann damit die Belastung der Nabe gesenkt werden. Allerdings muss immer geprüft werden, ob das verbleibende übertragbare Drehmoment für den Anwendungsfall ausreicht.
Für eine schnelle Vorprüfung können Sie zunächst den passenden Spannsatz nach Wellendurchmesser auswählen und anschließend die Nabenberechnung für den vorgesehenen Werkstoff und Einbaufall nutzen.
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